Philippe Cabane

 

 

Über die Rolle der Soziologie in der Stadtentwicklung herrscht weit verbreitet die Meinung, dass sie als wissenschaftliche Disziplin Erkenntnisse darüber vermittelt, welche räumlichen Bedingungen für die «Betroffenen» des Städtebaus günstig sind. So verstanden bleibt Soziologie nur eine verwertbare und eher statische Dienstleistung des städtebaulichen Entwurfs. Eine Soziologie, die als Planungsdisziplin mehr als nur Bindestrichsoziologie sein will, fokussiert dagegen auf die «Betreffenden» der Stadtentwicklung. Sie erfasst den Menschen als zentrales dynamisches Moment der Stadt und entwickelt Instrumente, die auf spezifisch wirksame Akteursgruppen abzielen.


Philippe Cabane ist Soziologe, Städtebauer und Projektentwickler. Er hat nach Abschluss seines Soziologie-, Philosophie- und Humangeographie-Studiums sein Aufbaustudium in Städtebau und Raumplanung in Paris absolviert. Anschließend war er frei erwerbstätig und arbeitete an Projekten im weiteren Kontext von Kultur- und Sozialraumentwicklung. Von 1998 bis 2009 war er Mitinitiator, Projektentwickler und Mediator im Prozess „nt/Areal Basel, Zwischennutzung von Freiräumen als selbstorganisierter Stadtentwicklungsprozess“. Heute widmet er sich vor allem publizistischer Tätigkeit, ist Experte und Berater für Nutzungsentwicklung und städtebauliche Entwicklungsstrategien sowie Lehrbeauftragter an verschiedenen Fachhochschulen der Schweiz.

 

 

 

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